Top 10, was ich gerne gewusst hätte, bevor ich ein Kind bekam

Mein Leben kann ich in vielerlei Arten und Weisen einteilen, Kleinkind, Schulkind, Bummeljahre, Studienzeit, Berufsanfänger… Sollte ich aber nur eine Zäsur setzen, wäre es im Grunde ganz einfach: Es gibt die Zeit bevor ich ein Kind bekam, und die Zeit danach!

Wie umfassend sich das Leben nach der Geburt eines neuen Menschen ändert, hatte ich zuvor zwar gehört, und dennoch musste ich feststellen, dass ich es bei Weitem nicht begriffen hatte. Das wurde mir einmal mehr klar, als ich vor kurzem den Artikel las: 10 Things I Wish I Had Known Before Becoming a Parent

Die Autorin hat folgende 10 Punkte:

1. Ein Kind zu zeugen ist nicht so einfach, wie es sich anhört

2. Die ersten Monate ist die reinste Tortur

3. Du wirst Schlafmangel erleiden und Schlafen unglaublich vermissen

4. Du brauchst nicht viele Babysachen und -kleider

5. Kinder kosten überraschend viel

6. Du kannst von Zuhause arbeiten, aber nur bis zu einem gewissen Punkt

7. Lass dich nicht von nicht erreichten Entwicklungsschritten stressen

8. Du kannst nicht zu viele Fotos und Videos aufnehmen

9. Weggehen – egal wohin – wird nie mehr dasgleiche

10. Du wirst nie mehr der-/dieselbe sein

 

 

Glaube und Vernunft – Robert Spaemann im Gespräch

Glaube ohne Vernunft wird schwärmerisch, Vernunft ohne Glaube wird zynisch und kalt. Was Glaube mit Vernunft und umgekehrt miteinander zu tun haben, ist damit noch längst nicht gesagt. Radio Vaticana hat Robert Spaemann zu einem Gespräch über diese zwei Größen eingeladen. Hier die Ankündigung:

„Da, wo Gott geleugnet wird, bricht am Ende auch die Vernunft zusammen“. Der Philosoph Robert Spaemann sieht einen logischen Zusammenhang zwischen der Aufklärung der Vernunft und der Göttlichkeit der Wahrheit. Ohne Wahrheit könne es gar keine Aufklärung geben, sondern es blieben nur noch die individuellen Perspektiven des Einzelnen und ein Zeitalter der Mythen: Ein Zusammenbruch des Denkens.

Via Radio Vatikan

Papst Benedikt twittert!

Papst Benedikt XVI. erhält persönlichen Twitter-Konto

Papst Benedikt XVI. erhält persönlichen Twitter-Konto. © CC-BY Szamil (www.szczepanow.pl)

Viele halten die Katholische Kirche für so konservativ, reaktionär und unfähig zur Wandlung, dass das Betrachten einer Schnecke, die über einen Rasen huscht, der reinste Geschwindigkeitsrausch erzeugt. Doch der Ruf ist in einer Sache zumindest nicht mehr gerechtfertigt, denn bald soll Papst Benedikt XVI. einen persönlichen Twitter-Konto bekommen! Erste Erfahrung mit diesem Medium hat Benedikt bereits vor einem Jahr gemacht, als er von einem iPad aus, einen Tweet verschickte.

Hoffentlich macht dieser Schritt Benedikts viele Christen neugierig darauf, was Twitter ist. Denn mein ganz subjektiver Eindruck ist eher, dass viele Christen mit diesem Medium, dass sich noch viel besser zur Verbreitung der guten Nachricht eignet als z.B. Facebook, eher Berührungsängste hat.

[Via Mashable]

Strom aus Urin erzeugen

Vier afrikanische Mädchen lassen viele Start-Ups alt aussehen: Zusammen haben sie einen Generator entwickelt, der von Urin angetrieben wird. Ihr System schafft es, aus einem Liter Urin Elektrizität für sechs Stunden zu erzeugen. Das geht so:

  • Urine is put into an electrolytic cell, which separates out the hydrogen.
  • The hydrogen goes into a water filter for purification, which then gets pushed into the gas cylinder.
  • The gas cylinder pushes hydrogen into a cylinder of liquid borax, which is used to remove the moisture from the hydrogen gas.
  • This purified hydrogen gas is pushed into the generator.

Das nenne ich mal kreativ!

[Via Make Fairer Africa]

Adventskalender selbst basteln:
50 Geschenk-Ideen für Streichholzschachtel

Der Advent steht vor der Tür, Weihnachten ist nicht mehr fern. In dieser Zeit feiern wir nicht nur Gottes großes Geschenk an uns Menschen, sondern viele nutzen auch die Gelegenheit, um anderen Menschen mit Geschenken und Adventskalendern eine Freude zu machen.

Streichholzschachtel - Witzig für einen Adventskalender

Streichholzschachtel – Witzig für einen Adventskalender
© CC-BY von Per Ola Wiberg

Hier möchten wir euch eine Liste mit über 50 Geschenkideen für einen selbstgebastelten Adventskalender, bei dem zwar nicht alle Geschenke auch noch selbst gebastelt sind, dafür aber alle in eine Streichholzschachtel passen! Und mit ein wenig Kreativität beim Basteln des Adventskalenders werden auch die Streichholzschachteln zu kleinen Kunstwerken, die zusätzlich Freude machen.

Geschenkideen für Kinder:

  • Sticker
  • Pflaster
  • Photo
  • Tattoo
  • Fingerpuppe
  • Halbedelstein
  • Muschel
  • Münze
  • Haarspange
  • Legomännchen, -frauchen
  • Badekugel
  • Böller
  • Luftballon
  • Würfel
  • Murmel
  • Haargummi
  • Radiergummi
  • Spitzer
  • Stern / Engel
  • Freundschaftsband
  • Glasnugget
  • Rätsel
  • Perlen
  • Puzzle
  • Nüsse / Bonbons

Geschenkideen für Frauen

Diese Kleinigkeiten passen gut in einen Streichholz-Adventskalender:

  • Ohrringe / Schmuck
  • Lidschatten
  • Magnet
  • Briefmarke
  • Gutschein
  • Brillenputztuch
  • Kräutersamen
  • Miniduftkissen
  • Witz
  • Sudoku
  • Gedicht
  • Teebeutel
  • Kosmetik-Pröbchen
  • Foto
  • Konfetti
  • Geschenkband
  • Safran / Gewürze
  • Halbedelstein
  • Mini-Post its
  • Würfel
  • Büroklammer
  • Ausstecherle
  • Weihnachtsgedicht
  • Mini-Fröbelstern
  • Traubenzucker
  • Haargummi
  • Tintenpatronen
  • Pflaster
  • Passfoto
  • Bonbons (Schoko-, Husten- etc.)

Geschenkideen für Männer:

  • Batterien
  • Briefmarken
  • Magnet
  • Taschenmesser
  • Gutschein
  • Mini-Glühbirne
  • Brillenputztuch
  • Witz
  • Sudoku
  • Gedicht
  • Foto
  • Werkzeug (Schraube, Imbus, Nägel, etc.)
  • Mini-Post-its
  • SD-Karte
  • Memorystick
  • Schlüsselanhänger
  • Würfel
  • Büroklammer
  • Tintenpatronen
  • Traubenzucker
  • Stofftaschentuch
  • Bonbons

Die Streichholzschachteln lassen sich sehr schön mit Geschenkpapier verzieren. Danach kann man sie z.B. auf ein langes Stoffband mit Heißkleber kleben und nummerieren.

Viel Spass beim Basteln des Adventskalenders und beim Verschenken.

Vom Online Unterricht profitieren

Seit mehr als hundert Jahren hat es in der Art und Weise, wie Kinder und Jugendliche unterrichtet werden, kaum Veränderungen, geschweige denn Fortschritte gegeben. Nach wie vor findet der Unterricht vor allem frontal an: Der Lehrer steht vorne und vermittelt den Stoff, die Schüler schlafen sitzen und hören konzentriert zu.

Zunehmend entdecken Lehrer und Pädagogen jedoch das Internet und die Möglichkeiten, die dort geboten werden. D.h. in den USA wird mit den Formen der Wissensvermittlung mutig experimentiert, neue Wege werden eingeschlagen. So ist es ein Leichtes, umfangreiche Angebote zu finden, wenn man das Programmieren erlernen möchte.

Der Spiegel hat bereits entdeckt, dass der Online Unterricht in Deutschland noch nicht einmal in den Kinderschuhen steckt. Dabei sind die Erfahrungen in den USA durchaus positiv:

„Greg Green, Schulleiter der Clintondale High School in Clinton, Michigan, hat die Methode im Schuljahr 2010/11 auf den Prüfstand gestellt. Die gesamte Schule, rund 600 Jugendliche, nahm teil, darunter viele, denen der Schulabbruch drohte. Laut Green hatten die Lehrer viermal so viel Zeit wie zuvor mit ihren Schülern verbringen können. Das habe zu weniger Unruhe im Klassenraum geführt sowie die Testergebnisse verbessert; mehr Schüler hätten Noten erreicht, mit denen sie zum Collegestudium zugelassen werden. Die Schule sei nicht mehr das Schlusslicht in Vergleichstest mit anderen Highschools gewesen, was viele bis dahin für unmöglich gehalten hätten, sagt er.“

Im Online Unterricht sehe ich vor allem drei Vorteile:

  1. Das Tempo des Online Unterrichts kann an die Geschwindigkeit des jeweiligen Kindes angepasst werden
  2. Jedes Kind kann Passagen oder Inhalte, die es nicht verstanden hat, oder einfach wiederholen möchte, dies unabhängig vom Lehrer tun.
  3. Der Lehrer hat im Klassenraum mehr Zeit für Fragen der Kinder und muss sich nicht auf die Vermittlung des Lernstoffes konzentrieren.

Von eigenen Erfahrungen mit Udacity kann ich nur bestätigen: Die Möglichkeit Inhalte zu wiederholen und Aufgaben gestellt zu bekommen, die Lösung aber auch sehen zu können, wenn man mal nicht weiterkommt oder den richtigen Ansatz zur Lösung findet, zählen für mich zu den großen Chancen des Online-Unterrichts.

Hier das Intro-Video für den Programmier-Grundkurs bei Udacity:

Gott Internet

Ingo Langler schreibt in einem Beitrag bei Der Tagespost über Gott und das Internet. Dabei nimmt er Bezug auf ein Zitat von Egon Friedell, der den Zusammenhang zwischen Sehnsucht und Schaffensdrang erkannt hatte:

Weil die Menschen sich mit der Zeit in ihrem Denken und Fühlen verändern, erfinden sie sich genau die „Dinge“, die zu ihrem neuen Fühlen und Denken passen.

Langner sieht darum das Internet als „so etwas wie die Buchdruckerkunst in Potenz“. Die Buchdruckerkunst stellt für ihn das Symbol des Humanismus dar, der von dem Drang beseelt war, das menschliche Erkenntnisvermögen unendlich zu expandieren.

Denn das Internet hat dem grenzenlosen menschlichen Erkenntnisdrang, jenem von jeher allgegenwärtigen Grundzug der Neuzeit, der übrigens seit anno Faust von dem naiven Glauben beseelt ist, dass es geheime Formeln gäbe, die „auf alles“ eine Antwort geben werden, neue Nahrung gegeben.

Was viele „digital natives“ in ihrer Begeisterung über das Internet aber vergessen:

”[A]uch wer permanent ‘online’ ist, wird eines Tages sterben – und zwar nicht in der wunderbaren neuen, der ‘virtuellen Welt’, sondern in dieser, der uralten, der ‘analogen’.“

Eric Metaxas über Bonhoeffer, Barmen und Manhattan

Eric Metaxas, Autor des Bestsellers „Bonhoeffer: Pastor, Agent, Märtyrer und Prophet“ geht in einem Blogeintrag auf die Frage nach dem christlichen Widerstand gegen Fehlentwicklungen in Staat und Kirche. Wie Bonhoeffer es während der NS-Zeit, seien Christen auch heute gerufen, sich für ihren Glauben und ihre Überzeugungen einzusetzen, insbesondere wenn von politischer Seite versucht werde, religiöse Freiheiten derart einzuschränken, dass nur noch gesagt und geglaubt werden darf, was dem politischen Mainstream entspreche.

 „Bonhoeffer, however, understood the proper roles of the church and the state, and he recognized the Nazi threat to religious liberty from the beginning. He understood what the Dutch statesman Abraham Kuyper once said, that there is not one square inch of creation over which Jesus Christ does not say: “Mine!” The Nazis wanted to bully Christians into accepting a place of such diminished stature in the culture that they had no real voice. But whenever the Nazis trespassed on God’s property, as it were, Bonhoeffer met the challenge. He drew a line in the sand and then passionately rallied his fellow Christians to stand with him on that line, to defend it at all costs.“

Wie die Möglichkeit, die Wahrheit auszusprechen, wenn man bestimmte Sexualpraktiken nicht als falsch bezeichen oder sich gegen Abtreibung einsetzen dürfe, dann sei das Christsein an sich unter Beschuss, so Metaxas:

„If your ability to speak the truth is itself under attack — if you cannot say that certain sexual behavior is wrong, or that taking unborn life is wrong — your ability to be a Christian is itself under attack. The Gospel you will be preaching has been fatally compromised.“

Als Beispiel für Christen, die sich gegen staatliches Unrecht erhoben haben, nennt Metaxas, in Anlehnung an die Barmer Erklärung, die 2009 veröffentlichte Manhattan Erklärung.

Gibt es auch heutige deutsche Beispiele für Christen, die sich gegen Unrecht in Staat oder Kirche erhoben haben? Hinweise bitte in den Kommentaren!

Referat für die Uni

Was ich nicht dafür gegeben hätte, an der Universität nur Referate zu hören, die in 15 Minuten alles Wesentliche präsentiert bekommen hätten. Doch wie oft bin ich nicht in einen Hörsaal geraten, in dem halbwegs vorbereitete Studenten sich über irgendein Thema ausließen ohne einen Funken an Begeisterung oder Interesse zu zeigen. Wie oft habe ich dabei gedacht, sie müssten gezwungen werden, sich selbst zuzuhören.

Spannende Referate an den Universitäten mit Present.me

Spannende Referate an den Universitäten mit Present.me

Um so mehr habe ich mich heute gefreut als ich present.me entdeckte. Ein Dienst mit dem man eine Präsentation machen kann, bei der man gleichzeitig seine eigene Powerpoint-Präsentation oder pdf-Datei und ein Video von sich selbst sehen kan. Für lau kann man monatlich drei Prästentationen erstellen von je einer Länge von 15 Minuten. Für 9 Dollar im Monat gibt es 30 Präsentationen á max. 60 Minuten. Im Grunde ideal für die Universität. Ich wäre auf jeden Fall glücklich gewesen, hätte ich keine Referate hören müssen, die über eine Stunde gedauert hätten.

Mit Present.me könnten Referate an der Universität vor einer neuen Ära stehen! Oder auch nicht…

Kinder in einer alternden Gesellschaft

In einem lesenswerten Artikel schreibt der MdB Jens Spahn über die Gründe einer Gruppe junger Unionsabgeordneter, die den Vorschlag eingebracht hatten, von den heutigen Kinderlosen eine Sonderabgabe zu verlangen. Mit dieser Sonderabgabe wären die Probleme, vor die uns die alternde Gesellschaft stellt, viel eher zu lösen. Denn das Renten- und Krankenkassensystem in Deutschland beruht auf einem Generationenvertrag, der bald nicht mehr einzuhalten sein wird…

Allerdings basiert dieses System auf der Voraussetzung, dass es beständig eine ausreichende Zahl nachwachsender Beitragszahler gibt, denn angespart wird nichts. Und da hakt es. Oder, um es mit Oswald von Nell-Breuning, einem der Begründer der Katholischen Soziallehre, zu sagen: „Diejenigen, die Beiträge zahlen, empfangen ja nicht ihre Beiträge zurück, wenn sie alt geworden sind. Durch die Beiträge haben sie nicht die Rente erdient, sondern durch sie haben sie erstattet, was die Generation zuvor ihnen gegeben hat. Damit sind sie quitt. Die Rente, die sie selbst beziehen wollen, die verdienen sie sich durch die Aufzucht des Nachwuchses. Wer dazu nichts beiträgt, ist in einem ungeheuren Manko.“

Von Diskriminierung der Kinderlosen kann also keine Rede sein. Es geht vielmehr darum, wie den heutigen Eltern keine Ungerechtigkeit widerfährt!