Referat für die Uni

Was ich nicht dafür gegeben hätte, an der Universität nur Referate zu hören, die in 15 Minuten alles Wesentliche präsentiert bekommen hätten. Doch wie oft bin ich nicht in einen Hörsaal geraten, in dem halbwegs vorbereitete Studenten sich über irgendein Thema ausließen ohne einen Funken an Begeisterung oder Interesse zu zeigen. Wie oft habe ich dabei gedacht, sie müssten gezwungen werden, sich selbst zuzuhören.

Spannende Referate an den Universitäten mit Present.me

Spannende Referate an den Universitäten mit Present.me

Um so mehr habe ich mich heute gefreut als ich present.me entdeckte. Ein Dienst mit dem man eine Präsentation machen kann, bei der man gleichzeitig seine eigene Powerpoint-Präsentation oder pdf-Datei und ein Video von sich selbst sehen kan. Für lau kann man monatlich drei Prästentationen erstellen von je einer Länge von 15 Minuten. Für 9 Dollar im Monat gibt es 30 Präsentationen á max. 60 Minuten. Im Grunde ideal für die Universität. Ich wäre auf jeden Fall glücklich gewesen, hätte ich keine Referate hören müssen, die über eine Stunde gedauert hätten.

Mit Present.me könnten Referate an der Universität vor einer neuen Ära stehen! Oder auch nicht…

Kinder in einer alternden Gesellschaft

In einem lesenswerten Artikel schreibt der MdB Jens Spahn über die Gründe einer Gruppe junger Unionsabgeordneter, die den Vorschlag eingebracht hatten, von den heutigen Kinderlosen eine Sonderabgabe zu verlangen. Mit dieser Sonderabgabe wären die Probleme, vor die uns die alternde Gesellschaft stellt, viel eher zu lösen. Denn das Renten- und Krankenkassensystem in Deutschland beruht auf einem Generationenvertrag, der bald nicht mehr einzuhalten sein wird…

Allerdings basiert dieses System auf der Voraussetzung, dass es beständig eine ausreichende Zahl nachwachsender Beitragszahler gibt, denn angespart wird nichts. Und da hakt es. Oder, um es mit Oswald von Nell-Breuning, einem der Begründer der Katholischen Soziallehre, zu sagen: „Diejenigen, die Beiträge zahlen, empfangen ja nicht ihre Beiträge zurück, wenn sie alt geworden sind. Durch die Beiträge haben sie nicht die Rente erdient, sondern durch sie haben sie erstattet, was die Generation zuvor ihnen gegeben hat. Damit sind sie quitt. Die Rente, die sie selbst beziehen wollen, die verdienen sie sich durch die Aufzucht des Nachwuchses. Wer dazu nichts beiträgt, ist in einem ungeheuren Manko.“

Von Diskriminierung der Kinderlosen kann also keine Rede sein. Es geht vielmehr darum, wie den heutigen Eltern keine Ungerechtigkeit widerfährt!

 

Vatikan-Ausstellung zeigt Bannbulle gegen Martin Luther

In einer Ausstellung aus dem Geheimarchiv des Vatikans ist auch die Bannbulle zu sehen, die zu den entscheidenden Auslösern der Reformation vor bald 500 Jahren gehört. In der Bannbulle distanzierte sich der damalige Papst Leo X. heftigst vom Wittenberger Theologen Martin Luther:

“Weil die genannten Irrtümer und viele andere in den Büchlein oder Schriften eines gewissen Martin Luther enthalten sind, verdammen, verwerfen und verstoßen wir zugleich die genannten Bücher und alle Schriften und Predigten, ob sie in lateinischer oder deutscher Sprache geschrieben sind.”

Dieser Bulle folgten weitere, u.a. die Exsurge Domine, in der Martin Luther aufgefordert wurde, seine 95 Thesen zu widerrufen.

Bannbulle gegen Reformator Martin Luther

Bannbulle gegen Reformator Martin Luther

Der ganze Artikel bei Welt Online

Was Kinder kosten und was sie geben

Nach dem eine Gruppe von jungen Unionspolitikern vorgeschlagen haben, von kinderlosen eine Sonderabgabe für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung zu verlangen, kommt endlich etwas Schwung in die Debatte, was Kinder für unsere Zukunft bedeuten. Bei der Welt hat Dorothea Siems einen guten Beitrag über die Kosten, die Kinder für ein Ehepaar verursachen, geschrieben. Daraus geht hervor, dass die Gesamtausgaben für ein Kind bis zur Volljährigkeit auf 120.000 Euro berappen. Ein ganz hübsches Sümmchen!

Im Beitrag fehlt leider jeden Hinweis darauf, was Kinder auch geben…; nicht nur in Bezug auf die Sicherung unserer Sozialsysteme!

 

Europa soll sich des Christentums sicherer werden

Die britische Politikerin und Baroness Sayeeda Warsi fordert Europa und die Europäer dazu auf, sich des Christentums und ihres christlichen Erbes sicherer zu werden. Denn laut Warsi fördere die Religion die Gerechtigkeit und Offenheit einer Gesellschaft. Das sagte sie in einem Gespräch mit Radio Vatikan.

„Um sicher zu stellen, dass der Glaube seinen eigenen Ort in der Öffentlichkeit hat und dass der Frieden in der Gesellschaft gefördert wird, müssen sich Menschen ihrer religiösen Identität sicherer werden, überzeugter in ihrem Glauben. Das bedeutet in der Praxis, dass Glauben nicht verwässert wird und Nationen ihr religiöses Erbe nicht verleugnen. Um diesen Gedanken zu Ende zu führen: Europa muss sich seines Christentums sicherer werden.“

Das ganze Interview finden Sie hier: Ministerin Warsi: „Religiöse Identität garantiert Offenheit“

Volker Kauder setzt sich für Christen in Syrien ein

Griechisch-orthodoxe Kirche in Syrien

Griechisch-orthodoxe Kirche in Syrien

In einem Interview mit Domradio erzählt Volker Kauder (MdB) wie er sich beim Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, für Christen, die unter Verfolgung leiden, eingesetzt hat. In den Gremien und der Arbeit der Vereinten Nationen werde sehr viel ua.a. für die Rechte von Kindern und Frauen getan. Kauder bemängelt aber, dass oft die Verfolgung von religiösen Minderheiten und das Unter-die-Füße-treten ihrer Rechte unerwähnt bleiben:

Ich habe in der UNO-Vollversammlung den Bericht der Hohen Kommissarin für Menschenrechte aus Genf erlebt, wie sie geschildert hat, was alles in Syrien falsch läuft, dass die Rechte von Kindern erheblich bedroht sind, dass es Tote gibt in dieser fast schon Bürgerkrieg zu nennenden Situation. Aber es ist eben leider kein einziges Wort darüber gefallen, dass auch religiöse Minderheiten – und hier in der konkreten Situation sind es Christen – betroffen sind. Und deswegen werden wir schon darauf achten müssen, dass wir immer wieder das Thema bringen und ansprechen.

Gerade die schwierige Situation der Christen in Syrien erfordert lauf Kauder viel Fingerspitzengefühl:

In Syrien sind die Christen in einem furchtbaren Dilemma. Sie befürchten, dass es ihnen nach dem Sturz des Diktators schlechter geht als jetzt in der konkreten Situation. Was sie natürlich nicht daran hindern darf, sich für Demokratie und Freiheit einzusetzen. Aber man muss dann auch großen Wert darauf legen, dass die Christen geschützt werden. Die Hinweise darauf, dass in Syrien Al Kaida Kontakte zur Opposition hat, machen uns da nicht zuversichtlicher.

Das ganze Interview gibt es hier: “Sonst haben Christen keine Chance mehr”

Rohstoff-Abbau hat Transparenz nötig

Die deutsche Micha-Initiative setzt sich mit der Kampagne Licht ins Dunkel für mehr Transparenz im Rohstoffhandel und -abbau ein. Länder, die reich an Rohstoffen sind, haben gleichzeitig mit extremer Armut zu kämpfen. Mehr Transparenz im Handel mit Rohstoffen könnte dazu beitragen, die Millenniumsziele der Vereinten Nationen umzusetzen. Die Micha-Initiative schreibt:

Wenn Rohstoffkonzerne offen legen müssen, wie viel Geld sie zahlen, um sich Zugang zu Rohstoffen zu verschaffen, können Bürgerinnen und Bürger in Entwicklungsländern von ihren Verantwortungsträger Rechenschaft fordern. Allein in Afrika wird der Schaden, den Korruption anrichtet, auf jährlich 148 Milliarden US-Dollar geschätzt.1 Wenn dieses Geld für Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden würde, könnten wir die Millenniumsziele erreichen und Millionen von Menschen zu einem menschenwürdigeren Leben verhelfen.

Licht ins Dunkel »

Bürgerdialog mit Angela Merkel

Den Aufruf Angela Merkels am Dialog über Deutschland teilzunehmen, findet großen Zuspruch. Eine gute Möglichkeit, auch für Christen Themen an die Öffentlichkeit zu bringen, die uns am Herzen liegen.

Dialog über Deutschland »

EU gegen Euthanasie: Ein Sieg für das Leben

Ende Januar hat die Parlamentarische Versammlung des Europarates eine Resolution verabschiedet, die ein großer Sieg für das Leben darstellt! In ihr wendet sich die Versammlung entschieden gegen Euthanasie und spricht sich dafür aus, dass

„euthanasia must always be prohibited.“

Mehr: Council of Europe Bans Euthanasia

Religiöse Amerikaner sind engagiert und technologie-freundlich

Beten mit dem iPhone

Beten mit dem iPhone © Christian Trabold (http://www.flickr.com/photos/christian-trabold/)

Wer an Gott glaubt, ist von Vorgestern und ganz außer Tritt mit der Welt. Dieses Vorurteil begegnet einem oft, wenn man mit Menschen sprechen, die nichts mit Glauben am Hut haben. Viele Medien tun ein übriges, um Christen, Muslime oder andere Gläubige, die ihre Religion ernstnehmen, in ein rückwärtsgewandte Licht zu stellen.

Für religiöse Amerikaner trifft dieses Vorurteil definitiv nicht zu. Wie eine jüngst veröffentlichte Studie ( The civic and community engagement of religiously active Americans ) zeigt, sind religiöse Menschen häufig überdurchschnittlich sozial engagiert, in Vereinen und Verbänden aktiv und die neuesten technologischen Entwicklungen adaptieren sie mindestens genauso schnell, wie ihre nicht-religiöse Mitmenschen in den USA. Die Studie schlussfolgert:

With regard to technology, religiously active Americans use the internet, email, broadband, cell phones and social media platforms at similar rates to other Americans.

Was die Internet-, Handy- und E-Mail-Nutzung angeht, gehören aktiv religiöse Amerikaner sogar etwas häufiger zu den Nutzergruppen; nur bei sozialen Medien im Allgemeinen und bei Twitter sind die Nutzerzahlen etwas niedriger.

In Deutschland sieht es vermutlich ähnlich aus, behaupte ich einfach mal… ;-)